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9. Aug 2018

Matthias Feusi

User Experience Designer

Für jedes Problem gibt es das passende Werkzeug. Es ist schon lange nicht mehr so, dass wir als User Experience Designer mit dem einzigen Hammer (damals wohl Photoshop) auf jedes Problem wie auf einen Nagel draufhauen. Heute gibt es zahlreiche UX-Tools – jedoch alle mit ihren Eigenarten und unterschiedlichen konzeptionellen Ansätzen. Diese bringen jeweils auch ihre Vor- und Nachteile mit.

Bei einem Design Sprint geht es darum, innerhalb weniger Tage in einem interdisziplinären Team möglichst viele Erkenntnisse über eine definierte Problemstellung zu gewinnen. Daraus wird während dem Sprint ein klickbarer Prototyp entwickelt, welcher am letzten Tag mit richtigen Benutzern getestet wird. Doch mit welchem Tool kommt man hier am schnellsten zum besten Ergebnis?

Gefühlt jede Woche wird im UX-Bereich ein neues Tool vorgestellt, welches die Probleme aller bisherigen Programme lösen soll. Beta-Einladungen lassen die Community dabei sogar bereits vor der eigentlichen Veröffentlichung am Entwicklungsprozess teilhaben. Viele dieser Tools sind aber meistens noch sehr rudimentär und dennoch zeigen sie oft interessante neue Ansätze. Das ist zwar alles schön und gut, aber welches Tool kann man wirklich unter den stressigen Bedingungen eines Design Sprints im Team gebrauchen?

Wir haben euch eine Übersicht zusammengestellt:

Sketch

 

Der Platzhirsch

Sketch von Bohemian Coding hat Adobe Photoshop als beliebtestes und meistgenutztes Screen-Design-Tool bereits 2014 abgelöst und ist unter den UI Designer gemäss einer Umfrage von uxtools.co momentan die beliebteste und meistgenutzte Anwendung. Auch bei Edorex setzen wir vorwiegend auf Sketch. Die Gründe liegen auf der Hand: Die App ist schnell, einfach zu bedienen und lässt sich mit Plug-Ins praktisch und einfach anpassen. So gibt es viele kleine Erweiterungen, die helfen, den bereits sehr effizienten Workflow weiter zu optimieren und mühsame Tasks zu automatisieren.

Doch eignet sich Sketch auch als Tool für unsere Design Sprints? Jein – Das Tool ist nicht ganz perfekt für diesen Anwendungszweck. Als grösster Nachteil ist uns vor allem die eingeschränkte Möglichkeit zur Zusammenarbeit aufgefallen. So bleiben Windows-Benutzer grundsätzlich aussen vor und können nicht am Prototypen mitarbeiten. Ebenso lassen sich die Dateien auch nur jeweils von einer Person gleichzeitig bearbeiten. Die in Sketch integrierte Prototyping-Funktion zum verlinken der verschiedenen Screens ist unseres Erachtens ebenfalls noch nicht wirklich brauchbar und so bevorzugen wir für diesen Zweck weiterhin Marvel. In Marvel werden die exportierten Dateien mit Klickflächen versehen, verlinkt und anschliessend als interaktive Prototypen an Kunden getestet. In Kombination mit einem Aufnahmetool wie lookback.io ist dies unsere erprobte Sprint-Lösung.

Vorteile
Etabliertes Tool, viele nützliche Plug-Ins und Ressourcen, native Performance

Nachteile
Zusammenarbeit unter Sprintteilnehmer ist schwierig, Mac-Only

Kosten
$99 pro Jahr

Figma

 

Der Herausforderer

Sketch sitzt nun bereits eine Weile auf dem Thron. Dass man sich dort nicht ausruhen darf, zeigt Figma. Anders als bei Sketch setzen die Entwickler hier auf eine Webapp, welche sich erstaunlicherweise extrem responsiv anfühlt. Der grösste Vorteil hier ist, dass wirklich alle im Design Sprint am Prototypen mitarbeiten können, egal mit welchem Betriebssystem sie arbeiten – in Echtzeit, in der gleichen Datei. Dazu lassen sich auch noch Team Libraries erstellen, mit welchen sich Komponente und Designelemente einfach und projektübergreifend austauschen lassen. Als weiteres spannendes Feature hat Figma direkt im Tool eine Feedback-Funktion eingebaut. Und Entwickler können mit der Code Inspect Funktion einfach CSS Code aus den Design Files kopieren. Leider lassen sich bis jetzt in Figma keine Plug-Ins einsetzen. So ist die Anpassung an individuelle Workflows weniger gut möglich als bei Sketch.

Vorteile
Real-Time Collaboration, Team Library, plattformagnostisch, Sketch-Import

Nachteile
Internetverbindung ist notwendig (kann je nach Location ein Problem sein), keine Plug-Ins

Preis
Gratis (limitierte Anzahl Projekte) / Professional ab $144 pro Jahr

 

Adobe XD

 

Von Grund auf neu

Anders als viele Tools der Adobe Creative Cloud Suite wurde Adobe XD (eXperience Design) nicht an die bekannten Benutzeroberflächen angelehnt sondern von Grund auf neu konzipiert. Das mag zwar auf den ersten Blick etwas komisch erscheinen, da Adobe im Designbereich nach wie vor sehr stark verbreitet und bekannt ist, dennoch ist die Entscheidung nachvollziehbar. Eine einfache, aufgeräumte Benutzeroberfläche sowie diverse an Sketch angelehnte Kurzbefehle ermöglichen eine rasche Einarbeitung in das Tool. Obwohl es am Anfang so aussieht, als würden viele Funktionen fehlen, lässt sich damit bereits trotzdem einiges anstellen. Die regelmässigen Updates helfen, dass Adobe auch bei den neuen UI-Tools ein Wörtchen mitreden kann.

Der Ansatz, wie bei Figma im gleichen Tool vom Wireframe übers UI Design bis zum interaktiven Prototyp zu gelangen, ist definitiv spannend. Dennoch wirkt das Tool noch nicht ganz so ausgereift und vor allem bei Design Sprints gestaltet sich die Zusammenarbeit etwas kompliziert. Wenn mehrere Benutzer an einem Designprojekt arbeiten, werden beispielsweise bei jeder Neuveröffentlichung neue Vorschau-URLs generiert. Das Tool deckt noch nicht ganz alle Funktionen ab, die wir in Sketch als nützlich erachten und stellt daher für uns zur Zeit noch kein zuverlässiges und effizientes Design Sprint Tool dar. Wir sind aber trotzdem gespannt, wie viel Aufwand Adobe noch betreiben wird, um in diesem Feld wieder die Marktführerschaft zurückzuerlangen. Immerhin wird die App mittlerweile gratis und nicht mehr nur via Creative Cloud angeboten.

Vorteile
Einfache Benutzeroberfläche, coole Ideen (z.B. Repeat-Grid), Sketch Import

Nachteile
keine Plug-Ins, Collaboration ist erschwert, grundlegende Funktionen (z.B. Hilfslinien) fehlen noch

Kosten
Gratis

InVision Studio

The new Kid on the Block

Anfang Jahr hat InVision sein neues Tool InVision Studio als Heilsbringer für alle UX Designer vorgestellt. Der Ansatz ist durchaus spannend: So deckt es als kollaborative Prototyping-Plattform den ganzen Designprozess vom Wireframing bis zur Animation des interaktiven Prototyps ab. Leider steckt das Ganze aus unserer Sicht noch in den Kinderschuhen und lässt sich für echte Projekte noch nicht sinnvoll einsetzen. Zu viele Funktionen fehlen noch, um die etablierten und ausgewachsenen Tools heute abzulösen. Dennoch lohnt es sich, InVision Studio für kleinere Spielereien mal auszuprobieren und mitzuverfolgen, in welche Richtung sich das Tool entwickelt. Zumindest mit Patterns/Muster hatte Studio weniger Mühe als Figma und XD.

Vorteile
All-in-One Lösung bis hin zur Animation, kollaborative Plattform, Sketch-Import

Nachteile
Immer noch Beta, einige Funktionen fehlen noch

Kosten
Gratis

Fazit

Lohnt sich der Wechsel von einem bekannten Tool mit dem gesamten Workflow überhaupt? Wie lange hat man, um sich in einem neuen Tool zurecht zu finden und wieder das gleiche Arbeitstempo zu erreichen? Ist der Design Sprint der richtige Zeitpunkt, um solche Tools gleich beim Kunden auszuprobieren? Diese Fragen muss wohl jeder für sich beantworten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich viel schneller an etwas Neues gewöhnt, als man sich vorstellen kann. Klar wird es ab und zu noch Momente geben, in denen man eine gewisse Funktion suchen muss oder gänzlich vermisst. Dennoch wird man ein neues Tool oft bereits nach kurzer Eingewöhnung auch für Design Sprints brauchen können.

Wenn mehrere Designer oder auch Entwickler und weitere Sprintteilnehmer gleichzeitig an einer Datei arbeiten möchten, bietet Figma momentan eine sehr brauchbare Lösung an. So kann beispielsweise gleichzeitig Inhalt abgefüllt werden, währenddessen anderswo das Design erarbeitet wird. Wenn jedoch nur jeweils eine Person an den Prototypen arbeitet, reicht die Kombination Sketch+Marvel aus. Adobe XD sowie InVision Studio fühlen sich aus meiner Sicht noch nicht ganz so reif an, hier braucht es noch etwas mehr Stabilität und Funktionalität, um im Design Sprint zu überzeugen.

Die ganze Tool-Landschaft wird sich in naher Zukunft wahrscheinlich durch Akquisitionen und Konsolidierungen nochmals stark verändern. Aktuell verschieben ausserdem einige Anbieter den Fokus ihrer Produkte. So werden aus bisher reinen Prototyping-Tools nun «ganzheitliche» Anwendungen, welche (mehr oder weniger) den gesamten UX-Prozess bis zum Handoff mit den Entwickler abdecken, was ich auch spannend finde. Adobe wird als finanzstärkster Softwarehersteller in diesem Segment wohl noch einiges in XD investieren und versucht so, die an Sketch&Co. verlorenen Marktanteile wieder zurückzuerobern. Wir bleiben also gespannt…

P.P.S. Im Buch SPRINT von Jake Knapp aus dem Jahr 2016 werden übrigens noch Keynote und PowerPoint als empfohlene Tools für die Erstellung von Prototypen genannt. Braucht die noch irgendjemand für diesen Zweck?